Ihr Sehen ist mir wichtig.

Maculadegeneration

Als Macula bezeichnet der Augenarzt die Netzhautmitte: sie ist die Stelle des schärfsten Sehens.Die Netzhaut enthält Millionen von Sinneszellen.
Jedes Bild, das durch das „Kamerasystem Auge “ auf die Nethaut fällt, reizt die Sinneszellen. Diese Reize werden über den Sehnerven zum Gehirn weitergeleitet und dort im Sehzentrum als Bild Wahrgenommen. Die empfindlichsten Sinneszellen - die Zapfen - liegen in der Netzhautmitte.

Wodurch entsteht die Maculadegeneration?
Diese Augenerkrankung wird durch Durchblutungsstörungen hervorgerufen, deren Folge eine Mangelernährung der Netzhautmitte ist.
Mit der Zeit kann die Elastizität der Gefäßwände abnehmen; dadurch ist die Nährstoffzufuhr behindert. Die Zellen der Netzhautmitte („Macula “) werden nicht mehr ausreichend versorgt, es gehen mehr und mehr Zellen zugrunde: Maculadegeneration.

Am häufigsten tritt die trockene Form auf: hiervon sind die meist beide Augen betroffen, wenn auch oft im unterschiedlichem Ausmaß.

Dem gegenüber steht - oft als Vorläufer der trocknen Form - die feuchte Maculadegeneration.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass geringe unerwünschte Flüssigkeitsmengen in den Bereich der Netzhautzellen abgegeben werden.

Dies führt dann - je nach Ausprägung - zu einer Verminderung der Sehschärfe bis hin zur Unfähigkeit, mit den üblichen Brillen zu lesen oder Auto zu fahren.

Typisch für den Verlauf der Krankheit ist das allmähliche Fortschreiten, bei dem die Sehschärfe langsam, aber beständig abnimmt. In einigen Fällen kann es dabei auch zum Stillstand kommen. Ist die Macula eines Auges betroffen, muss keineswegs auch das andere Augen erkranken!!!


In jedem Fall ist eine frühe Erkennung dieser Veränderung äußerst wichtig
Dies ist möglich durch eine genaue Funktionsprüfung und Abbildungen des Augenhintergrundes (Amsler-Test)

Was kann man gegen die Maculadegeneration tun?
Eine übliche Brillenverstärkung ist leider nicht hilfreich.
Es handelt sich hier nämlich um eine Zerstörung des Sinneszellen der Netzhaut im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens! (Das „Kamerasystem“ des Auges ist nicht betroffen)

Es gibt Faktoren die das Risiko der Entstehung oder das Fortschreiten einer bereits vorhandenen Maculaerkrankung verhindern:
Diese sind normaler Blutdruck - gut eingestellter Diabetes - absolutes Rauchverbot - ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung - regelmäßige Bewegung und ausreichender Schlaf.


Führt die Maculadegeneration zur Erblindung: Nein
Lediglich die Fähigkeit zentral scharf zu sehen geht unwiederbringlich verloren.
Lesen oder Fernsehen kann nur noch über Spezialsehhilfen ermöglicht werden. Ihre Anwendung ist jedoch schwierig und erfordert von den Betroffenen sehr viel Geduld.

Neuerdings ist es gelungen, durch Injektion von Antikörpern im den Bereich der Netzhaut die feuchte Maculadegeneration zurückzudrängen, beziehungsweise einzuschränken.


Tipps zur Ernährung bei Maculadegeneration:
Frische Früchte, Salat und Gemüse, wenn möglich, direkt aus dem eigenen Garten oder auch tiefgefrorene Produkte. In Obst und Gemüse sich auch die dringen notwendigen Ballaststoffe enthalten, die die Verdauung fördern. Besonders Obst und Gemüse mit gelber und roter Farbe enthalten reichliche die notwendigen Carotinoide mit den Namen Lutein und Zeaxanthin. Beide Substanzen besitzen eine nachgewiesene schützende Wirkung.

Fisch sollte mindestens einmal pro Woche, Fleisch höchstens zweimal pro Woche verzehrt werden, denn in Fisch ist die empfehlenswerte Omega-3-Fettsäure enthalten.
Insgesamt wird zu einer Einschränkung tierischer Fette wie Butter und Schmalz geraten.
Dagegen ist die Verwendung von hochwertigen Pflanzenfetten (Olivenöl, Rapsöl, Margarine) zu empfehlen.
Schließlich ist eine Verringerung des Zuckerkonsums, der Salzmenge und der Zufuhr von Alkohol anzustreben.